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Informationen
zu Lernhilfe und Lerntherapie

 

Wie lernt der Mensch?

Jeder Mensch lernt ganz individuell. Maria Montessori sagt, jedes Kind sei "sein eigener Baumeister", es trage also seinen eigenen Bauplan in sich. Somit kann kein noch so gut gemeinter Lehrplan, der sozusagen von außen an den Menschen herangetragen wird, wirklich für jeden ganz und gar passend sein. Maria Montessoris Ansatz, das Kind in den Mittelpunkt ihrer Pädagogik zu stellen ist sehr radikal: Der Pädagoge/die Pädagogin soll Bildungs-Samen säen und muss immer wieder neu zu entdecken versuchen, welcher Lernschritt gerade in diesem Moment der passende für den Schüler/die Schülerin ist. Lernen kann nur der Schüler selbst, ein Pädagoge oder Therapeut kann nur versuchen die momentan passenden Angebote zu setzen.

Oft führt Misserfolg in einem Fach zu einem regelrechten Teufelskreis aus Angst, Misserfolg und psychischer Belastung - aus diesem Teufelskreis kommen Kinder und Jugendliche und ihre Familien meist allein nicht wieder heraus. Der Teufelskreis kann weitreichende Folgen auch auf sozialer, emotionaler und psychischer Ebene haben (Stichwort Komorbiditäten), bis hin zu scheinbar grundlosen körperlichen Symptomen. Günstig ist es möglichst früh schon gegenzusteuern - wie bei allen schlechten Gewohnheiten wird es zunehmend schwieriger sich davon zu befreien.

Warum integrative Lerntherapie oder Lernhilfe?

Die integrative Lerntherapie hilft den Schülerinnen und Schülern, sich selbst besser zu organisieren, die eigene Haltung zu reflektieren und durchbricht so den oben beschriebenen Teufelskreis.

Das kann einerseits durch "Nachhilfe" kurzfristig etwas bewirken, ist aber naturgemäß eher auf einen längeren Zeitraum angelegt. Letztlich gilt es, das Lern-Verhalten eines Menschen von schlechten Gewohnheiten wie Misserfolgs-Erwartungen, Aufschieben, Vermeidungsstrategien zu befreien, das braucht etwas Zeit. 

Was ist Lernbegleitung für Kinder und Jugendliche im Autismus-Spektrum?

Kinder und Jugendliche im Autismus-Spektrum brauchen individuelle Begleitung beim Lernen. Große Bedeutung haben Regelmäßigkeit und Struktur, die sie in der Umgebung und in der Schule oft vermissen, was dort wiederum oft als mangelnde Intelligenz oder Dickköpfigkeit missverstanden wird.

Die Inhalte und Ziele werden nach einem Kennenlernen individuell mit der Familie geplant. Je nach Alter und Entwicklungsstand kann das beispielsweise sein:

  • Mathematische Grundlagen

  • Lesen/Schreiben

  • Raum-Lage-Training

  • Handlungsplanung

  • Training exekutiver Funktionen

  • Konzentrationstraining

  • Ausgewählte Inhalte basierend auf Montessoripädagogik je nach Interesse und Bedarf (z.B. „Zeit“: Uhrzeiten, Wochentage, Kalender) 

  • Ermöglichen eigener, kreativer Lösungswege bei schulischen Problemen

  • Bei Bedarf eventuell UK

Hilfe durch Unterstützte Kommunikation (UK) bei Bedarf: Abklärung und individuelle Erarbeitung einer passenden Kommunikationsunterstützung für den Alltag, vorzugsweise offline.

 

Zeiten: individuelle Dauer der Sitzungen und Intervalle werden an den Bedarf angepasst, also beispielsweise mehrere kürzere Sitzungen pro Woche oder eine längere an einem bestimmten Wochentag.

Eine vorherige offizielle Diagnose ist keine Voraussetzung. In der persönlichen Begegnung mit dem Kind/Jugendlichen und den Eltern finden wir gemeinsam die individuellen Stärken und Vorlieben und den Entwicklungsstand heraus und besprechen dann die Ziele.

 

Was der Lern-Kosmos (noch) nicht kann: 

komplette Beschulung (kein Ersatz für Schulbesuch)

Ergotherapie (Kooperation angestrebt)

Logopädie (Kooperation angestrebt)

Gebärdensprache

Warum Montessori-Pädagogik?

Das Haupt-Prinzip der Montessori-Pädagogik ist es, den einzelnen Menschen zu beobachten um ihm dann die passenden Lern-Angebote anzubieten, nach dem Motto: Hilf mir, es selbst zu tun, oder abgewandelt: Hilf mir, selbst zu denken!

Dabei gibt es den Weg vom Detail zu Ganzen aber auch die umgekehrte Richtung - je nach Thema und Mensch. Außerdem bieten die klassischen Montessori-Materialien insbesondere jungen Kindern eine großartige Möglichkeit zu Be-Greifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Die AMAVIDA Montessori Schule öffnet (nach Anmeldung) regelmäßig ihre Türen auch für Kinder anderer Schulen. Insbesondere Kinder mit Schwierigkeiten in Mathematik können so nach einer Einführung und begleitet die entsprechenden Materialien erforschen!

 

 

Was ist LRS?

Die sogenannte Lese-Rechtschreib-Störung kann von einer psychologischen Praxis diagnostiziert werden und stellt eine psychische Einschränkung dar.

Im ICD-10 der WHO werden folgende Klassifikationen unterschieden:

  • F81.0 - LESE- UND RECHTSCHREIBSTÖRUNG
    Das Hauptmerkmal der Lese- und Rechtschreibstörung ist eine bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefähigkeiten. Dies zeigt sich durch Defizite beim Leseverständnis, der Fähigkeit, geschriebene Worte wiederzuerkennen und vorzulesen sowie generell in allen Bereichen, die Lesefähigkeiten erfordern. Zumeist tritt die Lesestörung gemeinsam mit einer Rechtschreibstörung auf.

  • F81.1 - ISOLIERTE RECHTSCHREIBSTÖRUNG
    Eine isolierten Rechtschreibstörung zeigt sich anhand von Leistungsdefiziten im Buchstabieren sowie der korrekten Wortschreibung. Diese Form der Beeinträchtigung tritt isoliert auf, d.h. unabhängig und ohne beobachtbare Schwierigkeiten beim Lesen.

  • ISOLIERTE LESESTÖRUNG
    Die isolierte Lesestörung ist von der WHO in der ICD-10 noch nicht definiert. Aktuelle Forschungen konnten jedoch zeigen, dass auch isolierte Lesestörungen auftreten, ohne dass massive Schwächen beim Rechtschreiben zu beobachten sind. In der neuen, aktuell in einer Entwurfsfassung vorliegenden ICD-Fassung (ICD-11) wird deshalb zusätzlich auch die Kategorie der isolierten Lesestörung aufgeführt.

Was ist Dyskalkulie?

Dyskalkulie bezeichnet eine Rechenschwäche, die insbesondere durch ein eingeschränktes Mengenverständnis begründet ist.

Definition der WHO:

Eine Rechenstörung wird nach dem internationalen Klassifikationsschema ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie folgt definiert:

„Diese Störung bezeichnet eine Beeinträchtigung der Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist.“

Das Hauptdefizit von Dyskalkulie ist die mangelnde Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.

Diagnosemöglichkeiten

Es gibt unterschiedliche Diagnose-Möglichkeiten und Testverfahren um festzustellen, ob bei einem Kind eine ausgeprägte LRS oder Dyskalkulie vorliegt. Derzeit baue ich ein Netzwerk aus verschiedenen Therapeuten und Psychologen auf und kann gerne beratend zur Seite stehen. Zu Beginn der Therapie, beim ersten Treffen, mache ich mir ein Bild des derzeitigen Lern-Standes, damit gemeinsam mit allen Beteiligten (Klient, Kind, Eltern, eventuell Lehrer oder anderer Therapeut/Therapeutin und ich) ein Therapieziel entwickelt werden kann.

Musik-Unterricht

Meine erste Berufung war die Musik. Zunächst habe ich Geige und Bratsche (Violine und Viola) gespielt, danach stand ich fast zwei Jahrzehnte als Opernsängerin auf der Bühne. Auch meine Musik-Begeisterung gebe ich gern weiter - Geigenunterricht biete ich für Anfänger an. Klassischen Gesang biete ich für Anfänger an aber auch auf professionellem Niveau; ich betreue gern klassische Sängerinnen und Sänger bei Fragen der Gesangs-Technik, Repertoire-Erarbeitung und -Pflege, Vorsingtraining sowie Rollenstudium. Ebenso unterstütze ich gern bei der Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen, sei es am Musik-Gymnasium oder für ein Musik-Studium!

Aktuelles Angebot!

Unzufrieden mit dem Semesterzeugnis?

Notenstress?

Ab Februar können wir gern gemeinsam üben und lernen!

Melde Dich so schnell es geht - oder melden Sie Ihr Kind an!

In einem ersten gemeinsamen Gespräch werden wir den aktuellen Stand klären und gemeinsam eine Strategie entwickeln!

 

Ich freue mich aufs Kennenlernen!!!

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